Vorträge

 

Abstract - Kreidezähne 2020 - ein Update zur MIH

 

Dr. Katrin Bekes
 
Univ.-Prof. Dr. Katrin Bekes, MME

Leiterin des Fachbereichs Kinderzahnheilkunde

Master of Medical Education

Universitätszahnklinik Wien GmbH

Sensengasse 2a, 1090 Wien

Tel.: +43 (0)1 40070-2801

Fax: +43 (0)1 40070-2809

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Die Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation (MIH) ist mittlerweile neben der Karies die zweithäufigste Ursache für die Notwendigkeit von Restaurationen an Zähnen im Kindes- und Jugendalter. Kennzeichnend ist eine entwicklungsbedingte Schmelzbildungsstörung, die auf einer fehlerhaften Calcium- und Phosphateinlagerung durch die Ameloblasten während der Schmelzmatrixbildung und Schmelzreifung beruht. Die Therapie der MIH richtet sich nach dem jeweiligen Grad der Hypomineralisation und der vorhandenen Schmerzsymptomatik. Sie umfasst die Intensivprophylaxe, evtl. notwendige restaurative Maßnahmen oder sogar die Extraktion der betroffenen Zähne.

Der Vortrag soll ein Update zu rezenten Ätiologietheorien und den aktuellen therapeutischen Möglichkeiten der MIH geben sowie eine Hilfestellung für die Praxis sein.

 

Abstract - Risikobasierte Kariesprophylaxe beim Jugendlichen - Was Neues, das auch taugt?

 

Prof. Dr. med. dent Adrian Lussi; dipl. Chem.Ing. ETHZProf. Dr. med. dent Adrian Lussi; dipl. Chem.Ing. ETHZ

Klinik für Zahnerhaltung, Präventiv- und Kinderzahnmedizin,
Zahnmedizinischen Kliniken der Universität Bern

Freiburgstrasse 7

CH-3010 Bern

Tel.:  +41 (0) 79 272 80 71

Web:  www.konszmk.unibe.ch

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Die Prophylaxe hat in den letzten Jahren und Jahrzehnten grosse Fortschritte gemacht.

Der in den Industrieländern beobachtete Kariesrückgang beruht zu einem grossen Teil auf der Anwendung von Fluoriden. Dabei steht sie lokale Fluoridapplikation eindeutig im Vordergrund. Erfolgreiche Prophylaxe basiert auf einer Risikoanalyse, die mehrere Faktoren umfasst.

Diese verschiedenen Faktoren müssen richtig gewichtet werden und sind altersabhängig. So zeigte zum Beispiel eine kürzlich erschienene Übersichtarbeit, dass Patienten mit festsitzenden Kieferorthopädie-Apparaturen im Schnitt 5-6 Initialläsionen nach der Behandlung aufweisen. Dieser Sachverhalt muss in eine Risikoanalyse einfliessen.

Ich werde zuerst auf Fluorid eingehen sowie andere wichtige Faktoren der „Risikowaage“ besprechen und dann auch die Prophylaxe bei Kieferorthopädie-Patienten diskutieren. Insbesondere werden neue Methoden zur effizienten Reinigung der Brackets und der benachbarten Bereiche besprochen.

 
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Vortrag - Probiotika und Ernährungslenkung - eine klinisch wirksame Ergänung etablierter Pröfentationskonzepte?

 

Dr. Ulrich Schlangenhauf

 

Prof. Dr. med. dent. Ulrich Schlagenhauf

Abt. für Parodontologie, Pleicherwall 2, 97070 Würzburg

Tel.: +49 (0) 931 20 172 620

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Nachdem bereits Ende des 19. Jahrhunderts W.D. Miller Karies als eine Erkrankung identifizierte, deren Entstehung und Progression durch ein ernährungsbedingtes Überwachsen azidogener Bakterien innerhalb der oralen Mikrobiota maßgeblich begünstigt wird, zeigen jüngere Untersuchungen nun auch für den Bereich der Erkrankungen des Zahnhalteapparates zweifelsfrei auf, dass chronische Entzündungen im Parodontium von einem dysbiotischen Überwachsen inflammophiler Bakterien innerhalb des oralen Keimspektrums ausgelöst werden. Den etablierten Standard zur Kontrolle und Prävention dieser plaqueassoziierten Erkrankungen im Mund bildet die regelmäßig wiederholte mechanische Reinigung der Zähne von bakteriellen Belägen mittels häuslicher Zahnpflege eventuell unterstützt durch professionellen Zahnreinigungen. Die generelle präventive Wirksamkeit dieses Vorgehens ist durch eine Vielzahl klinischer Studien gut belegt. Sie ist aber gerade bei sehr stark krankheitsaktiven Risikogruppen selbst bei konsequenter Ausführung häufig nicht in der Lage, die Krankheitsprogression in adäquater Weise unter Kontrolle zu bringen. Dies ist nicht verwunderlich, da nicht die Präsenz bakterieller Beläge auf den Zähnen per se die Krankheitsentwicklung auslöst, sondern ein krankheitsförderliches Überwachsen von Problemkeimen in den Zahnbelägen, dessen Ursachen (Fehlernährung, Stress, ...) durch eine mechanische Entfernung der Bakterien nicht berührt werden. Aktuelle, ursachengerichtete Präventionskonzepte zielen daher primär auf eine Korrektur krankheitsförderlicher bakteriellen Dysbiosen ab, um so auch in mechanisch nicht erreichbaren bakteriellen Nischen wie etwa Fissuren eine Krankheitsentstehung sicher verhindern können. Neben einer primär anzustrebenden gezielten Ernährungsumstellung mit Reduktion des Konsums von Zucker sowie dem vermehrten Verzehr von Gemüse bildet die gezielte Gabe spezifischer, probiotisch wirksamer Bakterien eine weitere klinisch sehr effektive Methode zur Auflösung pathogener bakterieller Dysbiosen, die auch in Risikogruppen, die weder zu guter Mundhygiene noch zueiner adäquaten Ernährungsumstellung angeleitet werden können, wirksam ist.

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Abstract - Milchzahnendodontie- Smart Materials in der Endodonie

 

Dr. med dent. Richard Steffen

 

Dr. med dent. Richard Steffen WBA KZM SSO

Oberarzt, Assist. Prof. 

Treasurer & Board EAPD

UZB, Universitäres Zentrum für Zahnmedizin

Mattenstrasse 40

CH 4058 Basel

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Milchzahnendodontie- Smart Materials in der Endodonie

  • Neue Materialien in der Endodontie
  • Täglich grüsst das Murmeltier. In wie weit ist die Milchzahnendodontie Routine?
  • Das Modell ist nicht das Leben. Neues Verständnis für klinisch anspruchsvolle Situationen
     

Abstract - Antibiotische Therapien in der Zahnheilkunde aus Sicht der Pädiatrie

 

Dr. Volker Strenger

 

Assoz. Prof. PD Dr. Volker Strenger

Universitätsklinik für KInder- und Jugendheilkunde, Medizinische Universität Graz

8036 Graz, Auenbruggerplatz 34/2

Tel.: +43 (0) 699 19 488 250

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Antibiotika zählen zu den größten medizinischen Errungenschaften des 20. Jahrhunderts. Jedoch führt ihr unkritischer Einsatz zu Resistenzen und verändert auch die physiologische Bakterienflora der exponierten Personen. Die physiologische Bedeutung des Mikrobioms und dessen Beeinflussung durch exogene Faktoren ist in den letzten Jahren zunehmend in den Mittelpunkt des Interesses gerückt. Gerade das sich entwickelnde Mikrobiom des Kindes ist gegenüber exogenen Einflüssen besonders vulnerabel. Daher sollten antiinfektive Substanzen besonders bei Kindern zurückhaltend und rational eingesetzt werden. Andererseits sind einzelne Indikationen für antibiotische Therapien in der Kinder-Zahnheilkunde im Sinne der Evidenz-basierten Medizin nur mäßig gut untersucht, einheitliche Standards, Leit- und Richtlinien existieren nur bedingt oder sind für die praktische Anwendung in der Routine zu wenig konkret, weil sie oftmals keine konkreten Substanzen oder Substanzklassen empfehlen. Für die Auswahl des richtigen Antibiotikums ist das Wissen um deren Wirkspektrum und des zu erwartenden Erregerspektrums essentiell.

Neben diesen Überlegungen werden grundlegende Fakten zur korrekten Anwendung von Antibiotika im Kindesalter diskutiert.

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Abstract - Patientenkommunikation: Keep smiling!

Dr. Roman Szeliga 

Dr. Roman Szeliga

Agentur Happy&Ness G.m.b.H.

A-1030 Wien, Ölzeltgasse 1B/3

Tel.: +43 (0) 1 71 27 590-20, Fax -99

Web: www.happyundness.at

Vorträge & Moderationen www.roman-szeliga.com

 

 

 

 

Er ist Arzt und Manager, Moderator, Vortragender und Autor. Die Klammer, die all das zusammenhält, ist der Humor: als soziale Kompetenz, die in der Lage ist, Menschen zu motivieren, mitzureißen und zu führen.

Als Mitbegründer der CliniClowns erkannte Dr. Szeliga die positiven Auswirkungen des Humors auf die gesundheitliche Heilung schwerkranker Kinder. Heute setzt er sich dafür ein, dass die Kraft von Humor, Leichtigkeit und Freude nicht erst zum Einsatz kommt, wenn es um den positiveren Umgang mit Krankheiten geht. Sondern bereits präventiv kann mit empathischer und verständlicher Kommunikation die Behandlung eines Patienten positiver gestaltet werden. Welche Tipps und Tricks es in der Patientenkommunikation gibt, erfahren Sie im Vortrag von Dr. Szeliga.

 

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Abstract - Frontzahntrauma

  Dr. Steffen Schneider

OA Dr. Steffen Schneider

Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Medizinische Universität Wien

Universitätsklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Allgemeines Krankenhaus der Stadt Wien – Medizinischer Universitätscampus

Währinger Gürtel 18-20, 1090 Wien

Tel.: +43 (0) 676 600 1770

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Die Versorgung traumatische Verletzungen der Frontzähne gehört trotz hoher Prävalenz nicht zu den alltäglichen Notfallbehandlungen in der zahnärztlichen Ordination. Schon deshalb stellen diese den Behandler, neben dem oftmals entscheidenden zeitlichen Aspekt, häufig vor besondere Herausforderungen hinsichtlich der notwendigen Diagnostik und Therapie. Insbesondere der Primärversorgung kommt hierbei größte Bedeutung zu, da diese weitestgehend das Behandlungsergebnis bestimmt. Zudem müssen bereits über die Akutsituation hinaus mögliche Folgekomplikationen in der Therapieplanung berücksichtigt werden.

Da es sich meist um ausgesprochen variable und in vielen Fällen sehr komplexe Verletzungen handelt, welche regelmäßig mehrere Gewebe betreffen, erfordert das Vorgehen bei der Versorgung des Frontzahntraumas ein hohes Maß an Verständnis der anatomischen und biologischen Grundlagen sowie der daraus resultierenden therapeutischen Konsequenzen. Hier haben sich die herkömmlichen Behandlungskonzepte in den letzten Jahren teilweise erheblich verändert; gleichzeitig konnten sich synoptischen Therapiekonzepte immer mehr durchsetzen.  Der Vortrag vermittelt anhand zahlreicher Fallbeispiele einen Überblick über den aktuellen Stand der Erstversorgung dentoalveolärer Traumata bei Kindern und Jugendlichen.

 

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